In Deutsch:
Wie ein Gewitter trafen mich die Blätter bei der ersten Begegnung mit Arbeiten von Torsten Russ. Sie hingen auf einer bemessenen Wandfläche neben und übereinander, um die Vielfalt der Ideen zu demonstrieren - scherenschnittartig, kantig, in den Farben schwarz, rot und weiß. Mit diesen
lapidaren Mitteln wird eine Botschaft eindringlich verkündet, äußerst wirksame Bildsprache der Moritaten - Sänger, wenn es diese noch gäbe. Was ist
die Botschaft von Torsten Russ? Die Vielfalt des Lebens, seine Verflechtungen und Konflikte, Anspielungen, Verzerrungen in der Ausdrucksweise eines übertreibenden
Beobachters. Der Betrachter hat seine Freude. Die Blätter werden gezeichnet. Zuerst die Konturen- spontan, vehement. Die Bildidee, das Was und Wie entsteht und entwickelt sich im
Augenblick des Zeichnens. Es muss schnell gehen, so dass der Schöpfer mitunter selbst über die Geschichte staunt, die er auf das Papier gebracht hat. So schildert Torsten Russ
den Entstehungsprozess seiner Blätter. Wenn auf diese dynamische Weise die Konturen gezeichnet sind, womit die Geschichte steht, kommt die Ausarbeitung der Flächen, was Sorgfalt und
somit auch Zeit braucht. Es st eine laute und zwingende Sprache. Sie sind das Markenzeichen des Künstlers.
Hat man sich eine Zeichnung angesehen und die Geschichte, meist mit Schmunzeln, erfasst, lohnt es, die Formensprache auf sich wirken zu lassen. Die Vielgestaltigkeit der Flächen, die
grossen im Verhältnis zu den filigranen, häufig in Verbindung mit Streifenmustern, ergeben ein spannungsvolles Ganzes, was mich beeindruckt. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wie schnell
die Entscheidungen beim Zeichnen getroffen werden. In einer ganzen Reihe von Blättern sind dünne Linien gezeichnet und grenzlos verlaufende Bleistiftschraffuren ergeben Grauwerte.
Diese Bereicherungen bringen zusätzliche Spannung und fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Die vielen Zeichnungen haben ein grosses Reservoir an Formfindungen. Jede Einzelheit ist das
Ergebnis eines Abstrak-
tionsvorganges. Auf noch ein anderes Betätigungsfeld des vielseitigen Torsten Russ möchte ich hinweisen, auf Kompositionen mit 3D-Visualisierungen mittels Computerprogramm. Hier modifiziert er
sein klares Formendenken zu räumlichen Gebilden, wobei zwischen den Polen schwarz und weiss die Breite der Grauskala erscheint und das Rot vielfältige Modifikationen der
Helligkeitsstufen erreicht. So sind ästhetisch wirkende Blätter entstanden, geheimnisvoll erscheinend in ihrer räumlichen Tiefe.
Prof. Gerhard Schwarz, Hochschule für Kunst und Design Halle
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Was macht die Ente mit dem Sturmtruppenhelm? Weshalb trägt das Hausschwein eine Gasmaske und das Kaninchen einen Maulkorb? Was bedeuten die grotesken, überdimensionalen Tierschädel und welcher Sinn steckt hinter dem Briefkasten am Boxring? Was macht der Hund dort unten in der Ecke oder ist es sogar ein Drache? Fragen, die sich einem prompt in den ersten Sekunden aufdrängen, beim Anblick eines dieser Kunstwerke. Dieser Kunstwerke? Worüber reden wir hier überhaupt? Wir reden über harte, strenge Linien auf Papier, auf Leinwand, gelenkt von Torsten Russ. Der sympathische Künstler aus Leipzig fertigt seine Werke mit schnellem Strich und starker Hand. Was auffällt, sind die Farben von Schwarz, Weiss und Rot. Einem inneren Bedürfnis folgend, finden diese Farben immer wieder den Weg auf die Leinwand. Diese Russ`sche Monochromie haucht seinen Bildern Leben ein und unterstreicht eindrucksvoll die verwirrenden und oft provokanten Themen. Scharfe Kanten werden zu Messern, wenn es um brisante Inhalte geht. Seine häufig eingesetzte Satire und Ironie geben seinen Bildern zusätzlich Spannung. Die Augen verfolgen den kraftvollen Strich und begeben sich auf Entdeckungsreise. Zentimeter für Zentimeter entlarfen sie neue Strukturen im Kontext mit den zu Papier gebrachten Phantasien. Die Motive, auf häufig riesigen Formaten, scheinen sich einem regelrecht entgegen zu schleudern. So wie seine Wahrheiten, die sich in ihnen verbergen. Zwar ist die Arbeitsweise von Torsten Russ äußerst dynamisch und kraftvoll, dennoch sind die Werke sehr feinfühlig, klar und zart. Ein Strich zu viel oder zu kräftig und das Bild wäre zerstört.Eine Linie, eine Kleinigkeit nur, die oft die unermessliche Tiefe des menschlichen Gedankengutes verkörpern kann, wird meisterlich gesetzt. Der Künstler ermöglicht uns
durch seine Werke als Zeugen einzutauchen und zu empfinden.
Die Werke vpn Torsten Russ stecken voller Leidenschaft, Schaffenswillen und seinem emphatischen Vermögen. Es entstehen Zeichnungen, Ölgemälde und Objekte, die im höchsten Maße begeistern und faszinieren.
Kathrin Kohl, Galeristin - Gallery Avatar, Wien
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Trifft man zum ersten Mal auf eine Galeriewand, die mit Bildern von Torsten Russ behängt ist, möchte man ihm spontan zurufen: Aber die Welt ist doch nicht
Schwarz-Weiß! Richtig, wird er entgegnen, es gibt auch Grautöne. Und Rot! Das muss dann aber auch reichen, um die Vielfalt ringsumher einzufangen. Es reicht tatsächlich. Die beschnittene
Palette ist kein Hinderungsgrund, viel Welt auf das Blatt oder die Leinwand zu bringen. Ganz große Welt und ganz kleine Welt, belebte und unbelebte, vertraute und fremdartige, meist alles
ineinander verwoben, verschränkt, in Aktion und Reaktion zueinander versetzt.
Harmonisch oder gar romantisch geht es dabei selten zu. Man muss sich nicht wundern, wenn eine Gitarristin mit wenig mehr als einer Gasmaske bekleidet ist, wenn ein Stuhl kapitulierend die
Hände hebt oder wenn eine Ente Stahlhelm trägt. Selbstverständlich ist das Realismus. Gerade in dem Moment, wo diese Zeilen entstehen, wird doch im Südkaukasus wieder einmal deutlich, dass
die Zeiten tieffliegender Geschosse auch die hohen Zeiten von Enten sind. Es gibt viel Gewalt in den Bildern Torsten Russ´. Das lustvolle Wehtun kann viele Gesichter haben. Und Beine,
und Reißzähne, und Klauen. Immer wieder Hunde, Schoßhunde, Kampfhunde, einfache Hunde. Auch Kerle und Weiber gehören zu den gehäuft auftretenden Sujets. Und Sex? Ja, ich sagte doch schon:
Viel Gewalt.
Man kann in den schwarzweißroten Blättern spazierengehen. Oder versuchen, sie zu lesen. Spazieren ist einfacher, verspricht mehr Entspannung. Vor allem, wenn man den Dialekt der
Eingeborenen jener Dschungelstadtschaften nicht versteht und sogar die Buchstaben und Piktogramme seltsam verändert zu sein scheinen. Dann lieber flanieren. Doch an der nächsten Kreuzung
kann es passieren, dass da ein Männecken ohne Kopf mit Flaggen fuchtelt, deren Symbolwert für die Wahl des weiteren Weges lebenswichtig zu sein scheint. So ganz leicht hat man es
nicht, lässt man sich tiefer in diese Erzählungen ein.
Diese hochgradige Sättigung mit narrativen Elementen scheint eine Zuneigung zur Literatur als Fundament zu haben. Doch der jazzverliebte Künstler verneint das – da werden weder Dostojewski,
noch Kafka oder Brecht illustriert. Das sprudelt alles aus ihm selbst heraus, meist staunt er am Ende der Arbeit über die Einfälle, die das Unterbewusstsein da so nach und nach freigelassen
hat. Es fällt nicht schwer, den Satz zu notieren: Torsten Russ hat seinen Stil gefunden. Doch der Gilde professioneller Kunstausdeuter reicht so etwas nicht. Welcher Stil denn? Da
gehört doch ein kleiner, schwer abzukratzender Aufkleber dran, der nicht nur Datum und Fundort vermerkt, sondern auch die Gattungszugehörigkeit ... Aber welche bloß? Auf die
Gefahr hin, dass die Matrizen der Suchmaschinen unscharfe Flecken verzeichnen, muss eine exakte Bestimmung scheitern. Er hat seinen Stil gefunden. Basta!, um mal den kunstmögenden
vorletzten Kanzler zu zitieren. Autortitätsbeweise kommen ja immer gut an. Neueste Malereien von Torsten Russ, inspiriert durch Versuche mit 3D-Software, welche eigentlich für Architekten und
Konstrukteure entwickelt wurde, scheinen mit der Gefahr des visuellen Overkill zu brechen. Da ist wohl ein Prozess des Aufräumens im Gange. Doch das Personal der gewohnten Zeichnungen wird nicht
gleich ganz exmatrikuliert, seine Biotope haben nur eine Ergänzung mit anderer Randbebauung gefunden. Schließlich sind noch die Designarbeiten des Multigestalters Russ zu nennen. Da gibt es
einerseits ganz konstruktive Entwürfe für Gebrauchsgegenstände bis hin zu Maschinen. Andererseits wandert die skurrile Bildersprache der Zeichnungen und Malereien über Sessel und andere Objekte,
Fröhlich entbunden der Zweidimensionalität.
Das alles natürlich in Schwarz, Weiß und Rot – so wie die Welt eben ist.
Dr. Jens Kassner
Kunsthistoriker, Leipzig
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Über den Menschen und Künstler Torsten Russ, eine sehr persönliche Sicht
Als ich ihm das erste Mal begegnete, war ich schwer beeindruckt: da baute sich vor mir eine fast hünenhaft zu nennende Person auf, um zwei Meter groß, massig,
schwarz gekleidet, fast kahl geschoren, silbern leuchtende Bartstoppeln, braune, freundlich in die Welt schauende Augen – er erinnerte mich sofort an Olaf Gulbransson, den legendären
Karikaturisten des Simplicissimus – und er sagte zu mir: „Komm“, dabei schwang ganz leicht ein sympathischer sächsischer Akzent mir – „ich zeig dir mal meine Bilder“. Er führte mich zu drei
großformatigen Zeichnungen, geschätzte eineinhalb Quadratmeter in schwarz, grau und zinnober, angefüllt mit Punkern und anderen Menschen, Hunden und anderen Kreaturen, Architekturfragmenten,
gefährlichen und friedlichen Details – ich brauchte Zeit, um mich zu orientieren. Ich muss freimütig gestehen, wow, so etwas hatte ich bislang noch nicht gesehen. Was für eine eigenständige
Welt, was für eine sehr persönliche Sicht der Dinge, was für eine Unverwechselbarkeit der Erscheinung und was für ein Können, „tja, Leipziger Schule halt“ hätte ich beinahe zitiert, wenn’s
nicht schon so oft und manchmal auch falsch gebraucht worden wäre. Expressiv - wahrlich ausdrucksstark -, satirisch, ironisch, enthüllend wird da zeitkritisch ein Blick auf das monströse
Welttheater geworfen, wie es ist, nicht wie es sein sollte. Insofern war mein erster Eindruck mit Gulbransson vielleicht nicht völlig abwegig, der auch, am Anfang des 20. Jahrhunderts, die
Missstände in Staat und Kirche, bei Obrigkeit und Untertan, Kaiser und Adel schonungslos aufdeckte. Torsten Russ begleitet seine, unsere Zeit überzeugend mit den Mitteln des
wachen Künstlers, immer auf der Seite des Schwächeren, immer uns die Augen öffnend für die Nacht- und Schattenseiten, für die Schwächen, Schwachstellen und Absurditäten
des täglichen Lebens, die Randbereiche, die Bedrohungen, die Vereinsamung inmitten der
Masse, da ist er zuhause, das legt er uns ans Herz mit grandiosen zeichnerischen und wunderbaren malerischen Mitteln. So groß, wie er in Erscheinung tritt, so groß sind auch seine Formate:
Zeichnungen und Ölbilder mit drei Quadratmetern und mehr, auch das schon ein Anlass zum Staunen, Riesenformate und dennoch figürlich gefüllt – und mit welchem Anspruch und mit welch
unbändiger Schaffenskraft, wenn ich die Anzahl der Bilder sehe, die so in einem Jahr entstehen ! Torsten Russ ist ein „Macher“, einer der anpackt, einer, der einen selber packt,
mitnimmt in steter Hilfsbereitschaft und Liebenswürdigkeit.
Lieber Torsten,
für mich bist Du ein „Großer“, und das meine ich jetzt ausschließlich im Sinn Deiner künstlerischen Qualitäten mit denen du mich, uns, zum Staunen und zum Nachdenken bringst. Ich wünsche Dir, dass man Deinen außergewöhnlichen Arbeiten die ihnen gebührende Anerkennung, Würdigung und Aufmerksamkeit zukommen lässt( wenn möglich, zu Lebzeiten ! ), verdient haben sie und Du es auf jeden Fall!
Ulrich Köditz, Künstler
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In seinen früheren Gemälden stellte Torsten Russ Menschen vor allem als isolierte, kleine, anonyme und einsame Figuren dar, die sich im Bild verloren zu haben scheinen.In diesen Gemälden ist der Mensch ein entfremdeter kleiner Teil einer kraftvollen geometrischen Komposition, die unvollendete oder
verlassene Bauwerke mit einer sehr starken dreidimensionalen Ausdruckskraft darstellt und an grafische Kunstwerke erinnert. Dieser Effekt wird durch die „Hard-Edge“-Malerei und die Verwendung weniger Farben – nämlich Rot, Grau, Schwarz und Weiß – verstärkt, wodurch existentialistische oder apokalyptische Situationen betont werden. In seinen jüngsten Arbeiten konzentriert sich Torsten Russ auf Personen, die im Vordergrund im Mittelpunkt stehen und vorwiegend an aggressiven Szenarien beteiligt sind. Der realistische Malstil, der es ermöglicht, die Beteiligten zu identifizieren, bezieht den Betrachter mit ein und verstärkt so die dramatische Wirkung, beispielsweise einer Inquisition oder Kreuzigung. Der anfängliche Schock, den diese Gemälde auslösen, wird auf verschiedene Weise ausgeglichen: Die Titel, die niemals bloße Beschreibungen des Bildes sind, stellen den visuellen Eindruck in einen neuen, unerwarteten und oft rätselhaften Kontext und ermöglichen so unterschiedliche Interpretationen. Der aufmerksame Betrachter wird einige Details bemerken, die ebenfalls dazu beitragen, die schockierenden Szenarien auszugleichen: das Vorhandensein einzelner und isolierter Fehler sowie Mehrdeutigkeiten in der Perspektive und die Einführung seltsamer Elemente, wie beispielsweise des Affen in der Inquisitionsszene und des Kaninchens am unteren Rand der Kreuzigungsszene. Zunächst rufen die Gemälde starke Emotionen hervor, lösen dann aber einen lang anhaltenden Reflexionsprozess aus.
Ein tieferes Verständnis von Russ’ Gemälden stellt sich nicht sofort ein und kann nur auf asymptotische Weise erreicht werden, nach wiederholtem Betrachten des Werks.........
Prof. Dr. Konradin Metze, São Paulo, Brasilien
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In English:
About german Artist Torsten Russ
In his earlier paintings, Torsten Russ placed persons mainly as isolated, small, anonymous and lonely figures, which seem to be lost in the picture.
In these paintings the human being is an alienated small part of a strong geometric composition depicting unfinished or abandoned constructions with a very strong three - dimensional
expression, remembering graphical artwork. This effect is enhanced by hard edge painting and the use of few colors, i.e.red, gray, black and white, emphasizing existentialistic or
apocalyptic situations. In recent work, Torsten Russ focused on persons centered in the foreground who participate mainly in aggressive scenarios. The realistic painting style, which
permits to identify the participants, involves the spectator and thus enhances the dramatic effects for instance of an inquisition or crucifiction. The initial shock that these paintings
provoke is counterbalanced
in different manners: The titles, which never are simple descriptions of the painting, put the visual impression in a new, unexpected, and often
enigmatic context, thus permitting different interpretations.The meticulous spectator will notice some details which also help to counterbalance the shocking scenarios: the presence of
discrete and isolated errors and ambiguities of perspective and the introduction of strange elements, such as
the monkey in the inquisition and the rabbit at the bottom of the crucifiction scenario.
Initially the paintings evoke strong emotions but then induce a long lasting process of reflection. A more profound understanding of Russ´ paintings is not
immediate and can only be done in an asymptotic way, after repetitive studying of the work.........
Prof. Dr. Konradin Metze, Sao Paulo, Brasil
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The sheets hit me like a thunderstorm when I first encounteredTorsten Russ’s works. They hung on a designated wall surface, side by side and one on top of the other,
to demonstrate the diversity of ideas—cut-out-like, angular, in black, red, and white. With these succinct means, a message is powerfully
conveyed—the highly effective visual language of the ballad singers, if such a tradition still existed. What is Torsten Russ’s message? The diversity of life, its interconnections and conflicts,
allusions, and distortions expressed through the lens of an exaggerated observer. The viewer is in for a treat. The drawings are created. First, the outlines—spontaneously, vehemently. The visual
concept—the what and how—emerges and develops in the very moment of drawing. It must happen quickly, so that the artist himself is sometimes amazed by the story he has put down on paper. This is how
Torsten Russ describes the creative process behind his drawings. Once the outlines have been drawn in this dynamic manner—establishing the story—comes the elaboration of the surfaces, which requires
care and thus also time. It is a loud and compelling language. They are the artist’s trademark. Once you’ve looked at a drawing and grasped the story—usually with a smile—it’s worth letting the
visual language sink in. The diversity of the shapes—the large ones in relation to the delicate ones, often combined with striped patterns—creates a dynamic whole that impresses me. It’s astonishing
when you consider how quickly decisions are made while drawing. Across a whole series of sheets, thin lines are drawn, and pencil hatching that flows without boundaries creates shades of gray. These
elements add extra tension and blend well into the overall picture. The many drawings draw on a vast reservoir of formal innovations. Every detail is the result of a process of abstraction. I would
also like to highlight yet another area of work by the versatile Torsten Russ: compositions featuring 3D visualizations created using computer software. Here, he adapts his clear concept of form into
spatial structures, whereby the breadth of the gray scale appears between the poles of black and white, and the red achieves diverse variations in brightness levels. This has resulted in
aesthetically striking works that appear mysterious in their spatial depth.
Prof. Gerhard Schwarz, Hochschule für Kunst und Design Halle/ Deutschland
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What is the duck doing with the stormtrooper helmet? Why is the pet pig wearing a gas mask and the rabbit a muzzle? What do the grotesque, oversized animal skulls mean, and what’s the point of the mailbox by the boxing ring? What’s the dog doing down there in the corner—or is it actually a dragon?
Questions that immediately spring to mind in the first few seconds upon seeing one of these works of art. These works of art? What are we even talking about here?
We’re talking about bold, austere lines on paper and canvas, guided by Torsten Russ. The affable artist from Leipzig creates his works with a swift stroke
and a steady hand. What stands out are the colors black, white, and red. Following an inner urge, these colors find their way onto the canvas time and again.This Russ-style monochromatic palette breathes life into his paintings and impressively underscores the confusing and often provocative themes. Sharp edges become knives when it comes to controversial subjects. His frequent use of satire and irony adds an extra layer of tension to his paintings. The eyes follow the powerful strokes and embark on a journey of discovery. Centimeter by centimeter, they reveal new structures in the context of the fantasies put down on paper. The motifs, often on enormous canvases, seem to literally leap out at the viewer. Just like the truths hidden within them. Although Torsten Russ’s working method is extremely dynamic and powerful, his works are nonetheless very subtle, clear, and delicate. One stroke too many or too heavy, and the image would be ruined. A line—a mere trifle—that can often embody the immeasurable depth of the human mind is masterfully executed. Through his works, the artist enables us to immerse ourselves as witnesses and to feel. Torsten Russ’s works are full of passion, creative drive, and his empathic ability. The result is drawings, oil paintings, and objects that inspire and fascinate to the highest degree.
Kathrin Kohl, Galeristin - Gallery Avatar, Wien, Österreich
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When you first come across a gallery wall hung with paintings by Torsten Russ, you’re tempted to call out to him: “But the world isn’t black-and-white!”
“True,” he’ll reply, “there are shades of gray, too. And red! But that has to be enough to capture the diversity all around us.” It really is enough. The
limited palette is no obstacle to bringing a great deal of the world onto the page or the canvas—the vast world and the tiny world, the animate and
inanimate, the familiar and the strange, mostly all interwoven, intertwined, set in motion by action and reaction. The result is rarely harmonious or even romantic. It’s no surprise when a female
guitarist is clad in little more than a gas mask, when a chair raises its hands in surrender, or when a duck wears a steel helmet. Of course, this is realism. Just as these lines are being written,
it is once again becoming clear in the South Caucasus that the times of low-flying projectiles are also the heyday of ducks. There is a great deal of violence in Torsten Russ’s images. The relish in
inflicting pain can take many forms.
And legs, and fangs, and claws. Time and again, dogs—lap dogs, fighting dogs, ordinary dogs. Men and women also rank among the frequently
appearing subjects. And sex? Yes, as I already said: a great deal of violence. You can take a stroll through the black-and-white-and-red pages. Or try to read them. Strolling is easier and
promises more relaxation. Especially if you don’t understand the dialect of the natives of those jungle towns and even the letters and pictograms seem to be strangely distorted. In that case, it’s
better to just take a leisurely stroll. But at the next intersection, you might come across a headless little man waving flags whose symbolic meaning seems vital to choosing which way to go next.
It’s not quite that easy, if you let yourself get deeper into these stories. This high degree of saturation with narrative elements seems to be rooted in a love of literature. Yet the jazz-loving
artist denies this—for neither Dostoevsky, nor Kafka, nor Brecht are being illustrated here. It all bubbles up from within him; most often, at the end of a piece, he marvels at the ideas that his
subconscious has gradually set free. It’s not hard to write down the sentence: Torsten Russ has found his style. But for the guild
of professional art interpreters, that’s not enough. Which style, exactly? There’s supposed to be a small, hard-to-scrape-off sticker attached that not only notes the date and location but also the
genre… But which one, exactly? At the risk of search engine algorithms registering only blurry spots, an exact identification is bound to fail. He has found his style. “Basta!”, to quote the
penultimate chancellor who appreciated art. Demonstrations of authority are always well-received.
Torsten Russ’s latest paintings, inspired by experiments with 3D software—which was actually developed for architects and engineers—seem to break away from the danger of visual overkill. There seems to be a process of decluttering underway. Yet the elements of his familiar drawings are not completely eliminated; their habitats have simply been supplemented with other peripheral elements. Finally, the design work of the multi-talented Russ deserves mention. On the one hand, there are highly constructive designs for everyday objects, extending all the way to machines. On the other hand, the whimsical
visual language of the drawings and paintings finds its way onto armchairs and other objects, cheerfully liberated from two-dimensionality.All of this, of course, in black, white, and red—just as the world is.
Dr. Jens Kassner
Kunsthistoriker, Leipzig, Deutschland
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About Torsten Russ, the Man and Artist: A Very Personal Perspective
When I first met him, I was deeply impressed: standing before me was a figure one might almost call gigantic—about two meters tall, burly, dressed in black, with a nearly shaved head, silvery stubble, and brown eyes gazing kindly out into world—he immediately reminded me of Olaf Gulbransson, the legendary cartoonist of *Simplicissimus*—and he said to me, “Come,” with a very slight, friendly Saxon accent— “I’ll show you my pictures.” He led me to three large-format drawings, estimated at one and a half square meters in black, gray, and vermilion, filled with punks and other people, dogs and other creatures, architectural fragments, dangerous and peaceful details—it took me a while to get my bearings. I must frankly admit, wow, I’d never seen anything like this before. What a world of its own, what a very personal view of things, what a distinctive style, and what skill—I almost quoted, “Well, it’s just the Leipzig School,” if it hadn’t already been used so often and sometimes even incorrectly. Expressive—truly expressive—satirical, ironic, and revealing, it casts a critical, contemporary glance at the monstrous world theater as it is, not as it should be. In that respect, my first impression of Gulbransson was perhaps not entirely off the mark, as he, too—at the beginning of the 20th century—relentlessly exposed the abuses in the state and the church, among the authorities and their subjects, the emperor and the nobility. Torsten Russ convincingly chronicles his—and our—time through the lens of the artist, always on the side of the underdog, always opening our eyes to the dark and shadowy sides, to the weaknesses, vulnerabilities, and absurdities of
daily life, the margins, the threats, the isolation in the midst of the crowd—that is where he is at home, and that is what he impresses upon us with magnificent drawings and wonderful paintings. As grand as his presence is, so too are his formats: drawings and oil paintings measuring three square meters and more—which in itself is cause for wonder—giant formats yet filled with figurative imagery—and with what ambition and what unbridled creative energy, when I see the number of paintings he produces in a single year! Torsten Russ is a “doer,” someone who gets things done, someone who captivates you, draws you in with his constant helpfulness and kindness.
Dear Torsten, to me you are a “great artist,” and I mean that exclusively in reference to your artistic qualities, with which you inspire me—and all of us—to marvel and reflect. I hope that your extraordinary works receive the recognition, appreciation, and attention they deserve (if possible, during your lifetime!), because they—and you—certainly deserve it!
Ulrich Köditz, Künstler, Deutschland
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